DER FERNE PLANET - 05.02.2013
Projekttagebuch

Seit Anfang Januar laufen die szenischen Proben. Die erste Phase ist eine Annäherung an den Text, den Raum, die Situation und die handelnde Figur(en). Wir haben den Text mehrmals gelesen, bevor szenisch probiert wurde.

Die Regie arbeit im Ensemble oder mit den einzelnen Figuren. Es gibt im Stück Erinnerungen, kurze oder längere Monologe, die erarbeitet und in den Kontext angepasst werden müssen. Es ist ein konzentriertes, manchmal ermüdendes Arbeiten, in dem Satz für Satz "durchgekaut" wird. Diese Phase dauert ein paar Wochen. Man kann es mit dem Bau eines Bau eines Hauses vergleichen: zuerst das Fundament, dann Stein für Stein die tragenden Wände, am Schluss das Dach (als Schutz vor dem (Un-)Wetter).

Der Text wird dabei "abgeklopft", gekürzt und angepasst an die Figuren- und Spielsituation. Dabei wurden auch Umstellungen von Szenen vorgenommen.

Dann kommt die Phase, dass grössere Bögen ohne Unterbrechung durchgespielt werden. Die Regie zieht etwas zurück, gibt Rückmeldungen und . Es geht um den Rhythmus, die Sicherheit und das Vetrauen. Noch immer werden einzelne Szenen herausgenommen und im Detail angeschaut. Vielleicht stimmt im Durchlauf die ursprüngliche Intention nicht mehr.

Vor uns stehen nun die Endphase mit vielen Durchläufen. Gerade für Silvia und Mirjam, die eine grosse Rolle zu bewältigen haben, ist es auch eine Frage der "Kondition", der Energie. Trummer, der eine Doppelrolle zu bewältigen hat, kann so seine Abläufe trainieren. Und Andreas seinen Status als oft schweigender oder zuhörender Besitzer dieser Bar.

Am Sonntag, den 17.2. werden wir ins Tojo Theater wechseln, das Licht kommt dazu. Und: die Spannung wird steigen.

Die Fotos sind aufgenommen worden aus der Perspektive der Regisseurin, während eines ersten Durchlaufs eines Teils des Stückes. Es wurden in den originalen Kostümen geprobt.

Fotos